Wednesday, May 11, 2011

Panic Room

Diese Bezeichnung passt im Moment besser auf mein Zimmer als "Scrapstübchen". Definitiv.
Ursprünglich war ja mal (wann war das bloß) alles super sortiert und ordentlich. Klar, nach dem Scrappen sah es immer ziemlich wild aus, das ließ sich aber meist innerhalb weniger Minuten bereinigen. 
Irgendwie ergab es sich in der letzten Zeit, dass alle Aufbewahrungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren und ich die schönen Sachen etwas quetschen musste. Offensichtlich kaufe ich mehr, als ich verscrappe. Eine der Folgen war, dass die Kunststoffschubladen meines "Antonius" gerne aus den Schienen sprangen, weil sie sich durchbogen. Antonius ist wohl nicht dafür geeignet, schwere Embellishment-Lasten zu tragen. Scrappen verliert allerdings seinen Reiz, wenn Du ständig mit Schubladen, die sich konsequent gegen das Öffnen wehren, kämpfst und dann IN der Schublade noch das Chaos-Monster besiegen musst.
Aber das ist es nicht alleine ! AUF dem Scraptisch liegen diverse angefangene (*schäm*) Seiten für das 52/40-Book. Nein, ich habe dieses Projekt durchaus nicht vergessen ! Außerdem Post, die ich noch nicht abgeheftet habe, Unterlagen von unseren Konzeptionstagen und Erinnerungsstücke aus dem USA-Urlaub.
Außerdem tummelt sich auf dem Boden die alte Nähmaschine, die ich von meiner ehemaligen Schwiegeroma geerbt habe. Die habe ich zwar aus ihrem Koffer (rotschwarzes Schottenkaro aus den 60ern) entfernt, um die neue Nähmaschine darin unterzubringen, konnte mich aber auch noch nicht dazu überwinden, das ziemlich zickige Erbstück dem Sperrmüll anzuvertrauen.
Mitten im Zimmer steht mein Alu-Trolley, den ich mir zum Ersatz für den angekokelten Platten-Trolley zum Geburtstag gewünscht und vom besten aller Ehemänner auch bekommen habe. Immerhin konnte ich mich dazu aufraffen, den alten Trolley zu entsorgen - aber in die Ecke, in die der alte Trolley so wunderbar gepasst hatte, passt der Neue nicht hinein. Blöd.
Zu allem Überfluss habe ich mich letzte Woche so über die Antoniusse geärgert, dass ich alles  (naja, fast alles) aus den Schubladen geräumt und sortiert habe. Da liegt es jetzt ...
Damit das nicht so bleibt, war ich am Samstag im Möbelhaus und hatte ein Rendevous mit Alex, dem "alten Schweden". Der hat mir aber nicht gefallen. Nö, ich habe mir stattdessen einen Küchenschrank gekauft, das ist mal Faktum. Für die Küche ? Nicht doch, für den Panic Room natürlich !
Ich muss allerdings zugeben, dass der Küchenschrank momentan im Wohnzimmer steht. Immer, wenn ich mal ein paar Minuten Zeit habe, baue ich eine Schublade zusammen. Das geht schon seit Montag so. Leider bin ich kaum zu Zeiten zu Hause, zu denen man mit Hammer und Akkuschrauber werkeln kann. Ganz besonders freue ich mich auf den Einbau der Schubladen samt Stoßdämpfer, das sieht in der Anleitung sehr spannend aus. Ich hatte ja schon immer Respekt vor den Leuten, die damals innerhalb sechs Stunden unsere gesamte Küche aufgebaut haben. Dieser Respekt wächst  stündlich.
Der Schrankkorpus wandert heute abend noch nach oben, die Schubladen (sofern fertig) hinterher. Den kompletten Schrank inkl. Schubladen werden wir  nämlich auch zu zweit nicht die Treppe hochtragen können. Faktum halt. Schwedische Qualität. Antonius war zwar auch ein Shwede, aber etwas "zierlicher" gebaut. Wenn ich dann auch noch die Schubladen eingebaut und die Fronten justiert habe, beginnt das, worauf ich mich am meisten freue: Das Einsortieren.
Dann muss ich nur noch ein Eckchen für den Trolley finden und jemanden, der die alte Nähmaschine eliminiert. Am Besten jemanden, der keinerlei sentimentale Erinnerungen an die Vorbesitzerin hat. Hmmm ...
Außerdem noch Post und Konzeptionsunterlagen abgeheftet, ein würdiges Plätzchen für die Erinnerungsstücke gefunden und und und ...
Und dann - vielleicht noch diese Woche ? - wird aus dem Panic-Room wieder ein Scrapstübchen.
Wär das schön ....
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5 comments:

  1. Hier fehlt definitiv ein Foto! Bitte, bitte. Das würde mein Gewissen beruhigen. Immer, wenn ich die Tür zu meinem Panicroom öffne habe ich schon Angst mir fällt ein Stapel sonstnochwas entgegen ;-)
    LG Martina

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  2. NIEMALS! *g*
    Fotos gibt es, wenn ich wieder ein Scrapstübchen habe !

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  3. Oh, das hört sich ja nach ein bischen Arbeit an. Aber denk doch einfach mal weiter, dann erträgt sich doch alles wieder etwas besser.
    Bei mir ist es auch nicht gerade ein Vorzeigeraum *grrr*, aber kreativ.

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  4. Du KAUFST mehr als Du VERSCRAPPST? Sowas habe ich ja noch nie gehört!!! *rofl*

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  5. Danke - Du wirst mir immer sympatischer - bislang hörte ich meistens von durchgestylten und gut organisierten Scrapreichen - Definitiv Material für die nächsten 150 Jahre türmt sich beimir und ist bei dem geringen Raumangebot nicht mehr wirklich zu organisieren :-) Bin gespannt auf das Endergebnis - ach ja und froh, dass Antonius nicht in meinen Schrank gepasst hat - dort wohnt jetzt Malm und fühlt sich wirklich wohl - auch mit selbstschließenden Schubladen und irrsinnig Platzschaffend für das Wäschegedöns und 1 Schublade für Reservematerial

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